Aktuelles

23.7.20

Achtung, Pferdeschänder!

 

In der Nacht von Freitag auf Samstag (17./18.7.20) wurde auf einer Koppel zwischen Bermatingen und Ahausen ein Pony so schwer verletzt, dass es nun auf einem Auge blind ist. Wie jemand so etwas einem Tier antun kann, ist uns unbegreiflich!

Bitte melden Sie sich bei der Polizei Überlingen, falls Sie etwas mitbekommen haben: 07551 / 80 40. Jedes vielleicht noch so unbedeutend erscheinende Detail könnte helfen.

Bericht im Südkurier vom 23.7.20

 

Es gab einen weiteren Fall in Salem:

https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/salem/friesenstute-pietje-wird-auf-salemer-koppel-opfer-eines-tierschaenders;art372491,10571584

 

Ein weiterer Fall in Meersburg ist uns intern bekannt.


15.7.20

Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Firma Sulger & Eichwald Holding GmbH & Co. KG (Edeka in Markdorf) und ihren Kunden für diese großartige Futterspende!

Wir unterhalten mehrere Futterplätze und unterstützen außerdem viele Leute mit Futter, die über uns kastrierte Streunerkatzen betreuen.

© copyright by Sulger & Eichwald Holding GmbH & Co.


3.7.20

Kastenstand - Entscheidung gefallen!

8 Jahre Übergangsfrist zur Abschaffung der Kastenstände in der Sauenhaltung - das ist der Kompromiss, auf den sich die Länderregierungen im Bundesrat heute - nach viel hin und her - geeinigt haben.

Jubeln können wir nicht . Wir haben einen sofortigen Ausstieg gefordert, denn die Kastenstand-Haltung ist rechts- und tierschutzwidrig. Acht Jahre, bis die Gruppenhaltung verpflichtend wird, das ist viel zu lang! Und dass die Sau ihre Gliedmaßen nicht richtig ausstrecken kann, weil die Sau im Nachbarstand nicht als Hindernis zählt, ist für uns auch inakzeptabel. Denn somit wird die aktuelle Situation der Tiere sogar für die kommenden acht Jahre noch verschlechtert.

 

Aber es ist nicht alles schlecht. Wir sehen auch, dass wir mit unserem hartnäckigen Protest Einiges erreicht haben. Immerhin sind die Kastenstände in absehbarer Zeit Geschichte und der Weg für die Gruppenhaltung ist geebnet; damit war kaum zu rechnen. Denn die Pläne von Julia Klöckner sahen vor, die Kastenstände nicht abzuschaffen, sondern die leidvolle Haltung zu legalisieren.

Doch das Schlimmste konnte verhindert werden. Und so ist es bei aller Kritik trotzdem auch ein kleiner Erfolg für den Tierschutz. Wir kämpfen weiter für die Tiere und hoffen, dass viele Landwirte die acht Jahre nicht ausreizen und schnellstmöglich ihre Ställe umbauen!

 

Insgesamt bleibt die Frage offen, ob eine Ministerin, die per Amt auch Tierschutzministerin ist, aber gleichzeitig den tierschutzwidrigen Kastenstand so vehement verteidigt hat, die Zuständigkeit für den Tierschutz behalten sollte. Das muss die Bundeskanzlerin klären.

© copyright by Deutscher Tierschutzbund e.V.


3.7.20

Einzelhaltung bei Katzenkindern

 

Der Verein "Wir fürs Tier Oberwartschrieb auf seiner Facebookseite heute:

 

"Hallo, ich bin die Schnurrli,

ich sag´ euch was: Bei mir ging´s voll ab die letzten Tage!

 

Also eigentlich war ich ja ein ganz normales Babykatzerl, habe schnell ein Platzerl gefunden, weit weg von meiner Mama, meinen Schwestern und Brüdern. Und die Leute haben sich ja wirklich bemüht - alles war da: Kisterl, Futter, Kuschelbett - alles außer die anderen halt.

Aber ja, tapfer wie ich bin habe ich mir das nicht anmerken lassen, haben die Menschen doch viel Zeit mit mir verbracht und gespielt. Ich dachte mir so: "Ok probierst Du´s halt, vielleicht vermisst du die anderen dann nicht mehr so." Und ja, was habe ich gespielt! Und gespielt... Und gespielt... So viel, dass ich fast vergessen hatte, wie alleine ich bin, aber eben nur fast...

 

Jeden Tag wollte ich jemandem erzählen, was ich alles erlebt habe. Es war aber niemand da, der mich verstand - Menschen sprechen halt keine Katzensprache, Hunde übrigens auch nicht. Jeden Tag suchte ich jemanden zum Kuscheln und Liebkosen; jemanden, der mich putzt und liebkost, wie das Katzen untereinander eben so machen. Niemand war da.

Und irgendwann fanden die Leute das "Ich beiß´ Dir mal in den Zehen und warte bist du dasselbe mit mir machst"-Spiel nicht mehr so toll. War nicht so schlimm, sie haben es ja eh nie wirklich verstanden. Auch das "Ich kletter´ Dir die Füße hoch"-Spiel, das ich vor lauter Langeweile entdeckt habe, kam nicht mehr gut an. Also habe ich es bei den Vorhängen versucht - war dann aber auch wieder falsch. Aber naja, sei es dass ich sie einfach so genervt habe, (Mensch, haben die oft mit mir geschimpft), sei es, dass sie doch noch erkannt haben, wie todtraurig ich eigentlich bin - die Menschen brachten mich ins Tierheim.

 

Nun habe ich da ja schon Schlimmes gehört: Dort kommen die Tiere hin, die niemand will, es hat niemand für die vielen Tiere Zeit, es ist besser, wenn Du irgendwo anders unterkommst. Ich war sooo traurig, dachte: "Keiner will mich und das ist jetzt das Allerschlimmste, wo ich landen werde."

Ich kam an und kam sofort in Quarantäne; war schon etwas eng, aber immerhin ganz viel Spielzeug. Und die nette Tante sagte: "Es dauert nicht lange; wir müssen nachsehen, ob Du gesund bist. Ich dachte: "Vielleicht bin ich ja bloß krank und deshalb will mich keiner?" und schöpfte wieder Hoffnung.

Der Tierarzt kam und checkte mich rundum durch. War schon etwas unangenehm, aber ich bin ja tapfer. Alle Tests wurden gemacht und dann sagte sie: "Gratuliere, alles bestens!" "Alles Bestens, aber was war denn dann los mit mir, bin ich vielleicht nicht normal, dass mich die Menschen nicht ertragen?" Die Tante streichelte mich lieb und meinte: "Alles gut, meine Kleine, jetzt wird alles normal." Normal? Hallooo?! ich bin nicht normal, ich bin so traurig, ich bin so schlimm, keiner will mich haben, ich bin nicht normal.

 

Aber sie hat mir gar nicht richtig zugehört und mich in einen Transporter gepackt. Als ich ausstieg, war ich ganz woanders, in einem Riesenzimmer, ein richtiges Spieleparadies, als ob es nur für Katzen gedacht sei. Ich lugte aus dem Transporter und mich blickte jemand an: ein anderes Katzenbaby! So groß wie ich. Als ich mich vorstellen wollte, kam es schon angesaust und begann das Zehenbeißspiel mit mir zu spielen Ich ließ mich nicht zweimal bitten und dann ging es ab!

Seitdem geht es nur noch ab. Mein Pflegefrauchen meint, dass ich ein kleiner Rabauke sei. Das sei wohl so, weil ich so lange alleine war. Ich hätte vieeel aufzuholen. Und das tue ich jetzt auch - es ist soooo schön!

Mein Pflegefrauchen sagte leider auch, dass ich bald in ein richtiges Zuhause ziehen werde - das hat mich schockiert. "Neeein, bitte nicht, ich mag nicht wieder alleine sein!!" "Keine Sorge, wir wissen was wir tun; wir kennen uns mit Katzen aus. Nie nie wieder wirst Du ohne einen gleichaltrigen Katzenfreund sein - dafür werden wir sorgen, versprochen!"

 

Ach Leute ich freue mich so; ich würde am liebsten in die Welt raus schreien, alle sollen wissen, dass wir Katzenkinder nur zu zweit glücklich sind, dass weder Menschen, Hunde, alte ruhige Katzen, noch irgendjemand sonst uns das geben kann, was uns ein anderes Katzenkind geben kann.

WIR WOLLEN NICHT ALLEINE SEIN, DAS DÜRFT IHR UNS NICHT ANTUN! Vielleicht wollt ihr ja mitschreien, damit es auch alle hören?

 

Einzelhaltung von Katzenkindern ist nicht artgerecht und herzlos. Katzenkinder brauchen andere Katzenkinder, keine artfremden Sozialpartner.

Das steht außer Diskussion. PUNKT AUS BASTA"

 

https://www.wirfuerstier.at/

© copyright by Wir fürs Tier Oberwart


16.6.20

Brieftauben

 

Der Deutsche Tierschutzbund schrieb auf seiner Facebookseite heute:

 

Der Brieftaubensport ist kein Kulturerbe! Denn er bedeutet Stress und Leid, manchmal sogar den Tod, für die Tiere.

Erschöpfende Langstreckenflüge, bei denen Tierverluste einkalkuliert werden, ein intensives Training, belastende Transporte zu den Wettflügen und eine fragwürdige Zucht, bei der leistungsschwache Tiere "aussortiert werden": Im Brieftaubensport sind tierschutzwidrige Bedingungen weiterhin gang und gäbe.

 

Der Verband der Deutschen Brieftaubenzüchter hat sich trotzdem erneut um die Anerkennung als nationales immaterielles UNESCO-Kulturerbe beworben, obwohl die letzte Bewerbung unter anderem aus Tierschutz-Gründen gescheitert ist. Zusammen mit unserem angeschlossenen Landestierschutzverband NRW hatten wir bereits 2018 gegen die Aufnahme protestiert.

Auch dieses Mal versuchen wir, sie zu verhindern.

 

Ab Mitte Juni werden die neuen Bewerbungen vom Experten-Komitee begutachtet. Wir haben im Vorfeld den Vizepräsidenten der UNESCO-Kommission angeschrieben und eindringlich appelliert, keine tierschutzwidrigen Praktiken als Immaterielles Kulturerbe aufzunehmen und die Bewerbung der Brieftaubenzüchter erneut abzulehnen.

Die UNESCO reagierte bereits auf den Brief und erklärte, dass Tierethik bei der Bewertung der Vorschläge eine wichtige Rolle spiele - das lässt hoffen!

 

Die ganze Pressemitteilung: www.tierschutzbund.de/news-storage/artenschutz/120620-brieftaubenwesen-ist-kein-kulturerbe

© copyright by Deutscher Tierschutzbund e.V.


29.4.20

Tag des Versuchstiers

 

Der Deutsche Tierschutzbund schrieb auf seiner Facebookseite heute:

 

In Deutschland werden jährlich Millionen Tiere für Versuche gezüchtet, die dann aber niemals verwendet werden – sondern kurzerhand getötet 😞. Aus Sicht der Forscher fehlen ihnen beispielsweise gewünschte Veränderungen des Erbguts oder sie haben nicht das gewünschte Geschlecht. Das macht sie „unbrauchbar“ und „überflüssig“. Für die Forschung sind sie wertlos.

Allein 2017 sollen einer aktuellen Statistik des Bundeslandwirtschaftsministeriums zufolge 3,9 Millionen Versuchstiere – meist Mäuse und Zebrafische – gezüchtet und anschließend ohne Verwendung getötet worden sein. Im selben Jahr wurden zudem laut der offiziellen Versuchstierstatistik 2,8 Millionen Tiere für wissenschaftliche Zwecke „verbraucht“. Das heißt, für jedes Tier, das in einem Versuch eingesetzt wird, sterben zusätzlich noch ein bis zwei weitere Tiere: https://www.zeit.de/wissen/2020-04/tierversuche-zuechtung-toetung-forschung-labormaeuse

 

Zum heutigen Tag des Versuchstiers fragen wir die verantwortlichen Politiker: Wann kommt endlich der dringend notwendige Ausstiegsplan aus Tierversuchen?

Deutschland gehört EU-weit immer noch zu den Spitzenreitern im "Verbrauch" von Versuchstieren, zudem sind die meisten Tierversuche aus ethischer Sicht längst nicht mehr zu rechtfertigen, denn es gibt tierversuchsfreie Alternativen und man kann weitere

entwickeln.
Die Politik muss alles daran setzen, diese modernen und tierleidfreien Verfahren voranzubringen, die zudem meist verlässlichere Ergebnisse liefern als Tierversuche.

© copyright by Deutscher Tierschutzbund e.V.


20.4.20

Mähroboter

 

Der Deutsche Tierschutzbund schrieb auf seiner Facebookseite heute:

"Sie fahren wieder! Viele Gartenfreunde schwören auf Mähroboter, weil sie ihnen ungeliebte Arbeit abnehmen.

 

Die Geräte liegen im Trend, werden immer günstiger und fahren zum Teil sogar lautlos.

So praktisch sie auch sind - durch ihren Einsatz werden jedes Jahr tausende kleine Wildtiere getötet oder durch die Messer schwer verletzt.

Anbieter der Mähhilfen werben zwar damit, dass sie Hindernissen intelligent ausweichen, das ist aber leider nicht bei allen Geräten der Fall und bei kleineren Tieren erst Recht nicht, wie schlimme Beispiele schwer verletzter Tiere jedes Jahr zeigen.

 

Vor allem in den Abend- und Nachtstunden können die Roboter zur tödlichen Gefahr für Igel und andere Gartentiere werden.

Mit Blindschleichen, Kröten, Spinnen und Insekten machen die Geräte kurzen Prozess.

Igel kugeln sich bei Gefahr ein und können dadurch von den Messern erfasst werden.

 

Immer wieder werden schwer verletzte Igel gefunden, die sich noch davon schleppen konnten und dann meist vom Tierarzt erlöst werden müssen. Auch Igel-Auffangstationen und unseren Tierschutzvereinen und Tierheimen werden verletzte Tiere gebracht. Der Anblick der Tiere ist kaum zu ertragen.

 

BITTE: Mähroboter dürfen niemals ohne Aufsicht fahren und in keinem Fall in der Dämmerung oder nachts, wenn die meisten Tiere ihren Unterschlupf verlassen und auf Nahrungssuche gehen.

 

In den Sommermonaten Juni bis August muss man mit dem Einsatz besonders vorsichtig sein, weil dann viele junge Igel unterwegs sind, aber auch jetzt im Frühjahr ist Vorsicht geboten.

 

Denn wegen der milden Temperaturen sind viele Igel bereits aus dem Winterschlaf erwacht und suchen hungrig nach Nahrung, auch schon mal tagsüber, weil das Nahrungsangebot nicht ausreicht.

Andere heimische Wildtiere wie Eichhörnchen haben ebenfalls bereits Jungtiere, die die Gärten erkunden und verletzt werden können.

 

Wir fordern von allen Gartenbesitzern mindestens ein Nachtfahrverbot für diese Geräte und bitten euch, auf die Gartenhelfer besser ganz zu verzichten!

Ein naturbelassener Garten, der vielen Tieren Lebensraum bietet und den Artenschutz unterstützt, ist doch sowieso am Schönsten!

Danke

© copyright by Deutscher Tierschutzbund e.V.


15.4.20

Gebet eines (Streuner-) Katzenkindes

"Lieber Gott, 

Warum nur hast Du uns erschaffen? Wozu sind wir auf der Welt?

Niemand mag uns und niemand will uns haben. Allen sind wir nur ein Dorn im Auge und den ganzen Tag sind wir nur damit beschäftigt, um unser kleines Leben zu kämpfen, so kümmerlich es auch sein mag.

 

In Scheunen erblicken wir das Licht der Welt, hinter Heuballen, unter Holzstapeln, in Garagen oder finsteren Kellerlöchern.

Unsere Eltern sind frei lebende Bauernhofkatzen, die bestenfalls geduldet, jedoch fast nie gut versorgt und schon gar nicht kastriert werden. Das kostet ja nur unnötiges Geld. Und Geld, das haben wir in unserem jungen Leben schon gelernt, sind wir Katzen schon gar nicht wert.

 

Was soll nur aus mir werden?

Wie viele meiner älteren Geschwister sind noch am Leben? Sie wurden ertränkt, erschlagen, vergiftet, bei lebendigem Leib im Misthaufen vergraben, überfahren oder einfach irgendwo ausgesetzt.

Welches Schicksal wird wohl mir bevorstehen, sobald ich alt genug bin, um Mamas weiches Nest zu verlassen und vorsichtig meine ersten tapsigen Schritte in die große Welt der Menschen zu machen?

 

Vielleicht entkomme ich meinen Häschern und schaffe es, erwachsen zu werden.

Doch was dann? Als eine weitere ungeliebte verwilderte Bauernhofkatze werde ich wie meine Vorfahren zweimal im Jahr genauso ungeliebte Junge zur Welt bringen, die auf die gleiche brutale Art und Weise getötet werden oder neuen Nachwuchs in die Welt setzen...

Nachwuchs, der auch nur wieder zum Sterben verdammt ist. Es ist eine Spirale des Grauens.

 

Freilich, es gibt auch Katzenkinder, die nicht im Freien, sondern in einer Familie zur Welt kommen.

Doch auch diese sind meist unerwünscht und viele von ihnen werden jedes Jahr umgebracht, ausgesetzt oder, wenn sie Glück haben, im Tierheim abgegeben.

 

Was meinst Du, lieber Gott, wie lange ein kleines Kätzchen ganz allein auf weiter Flur überleben kann? Ich habe sie gesehen, lieber Gott, kleine und größere Katzenkinder, die mutterseelenallein durch Dörfer und Wiesen streifen, verzweifelt auf der Suche nach Nahrung und Unterschlupf. Sie sind klapperdürr und ausgemergelt und können sich schon gar nicht mehr richtig auf den Beinen halten. Oft sind sie krank, von Flöhen, Ohrmilben und Zecken ausgesaugt, mit verschnupften Näschen und eitrigen Augen. Wenn der Tod kommt, ist er eine Erlösung für sie!

 

Haben nicht auch wir Katzenkinder wie alle Deine Geschöpfe das Recht auf Leben? Wir haben uns unser Schicksal nicht ausgesucht.

Die Menschen haben uns als Haustiere gezähmt. Warum verstoßen sie uns jetzt und achten uns so gering, wenn wir doch nur etwas Futter, einen Unterschlupf, Geborgenheit, Wärme und Anschluss suchen?

 

Lieber Gott, was soll nur aus uns werden? Hast Du uns denn ganz vergessen??"

 

Verfasser unbekannt

 

Wem dies zu gefühlsduselig ist, liest sich bitte die Kastration-Infos der Anicura Germany Holding GmbH (Kleintierklinik Ravensburg) durch: https://fal.cn/37igf


April 2020

© copyright by Aktion Tier - Tierrettung München e.V.

https://www.tierrettungmuenchen.de/corona-krise/artikel/datum/2020/03/eine-zusammenfassung-der-ausgangsbeschraenkung-fuer-uns-hundebesitzer-in-bayern/


9.4.20

Leider jedes Jahr wieder aktuell: Osterlämmchen

 

Der Deutsche Tierschutzbund schrieb auf seiner Facebookseite heute:

 

"Idyllisch auf Alpenwiesen oder Nordseedeichen weidende Schafe? Die Realität sieht teils ganz anders aus! Jedes Jahr landen in Deutschland tausende, nur wenige Monate alte Lämmer zu Ostern auf dem Festtagsteller.

Statt wie üblich im Frühjahr werden Osterlämmer bereits im Winter geboren; eine Weide sehen sie in der Regel nicht. In kurzer Zeit werden sie mit Bei- und Kraftfutter gemästet, damit sie schnell ihr Schlachtgewicht erreichen.

 

Viele Lämmer werden in LKW zusammengepfercht und tausende Kilometer quer durch die EU gekarrt, bis sie ihren Bestimmungsort – ein Schlachthaus – erreichen. Der Transport ist für die Tiere eine Tortur.

In Deutschland ist es erlaubt, sie ab einem Alter von zwei Wochen zu transportieren, in anderen Ländern sogar schon ab einem Alter von einer Woche. Die Lämmer brauchen Milch, damit kann man sie auf den Transportern nicht versorgen. Sie leiden an Hunger und Durst. Außerdem haben sie so wenig Platz, dass sie kaum ungestört liegen können.

 

Tiere sind keine Ware, es sind Lebewesen. Die Missstände existieren bereits seit Jahren. Doch die aktuelle Situation ist besonders angespannt, da es durch die Coronakrise zu zusätzlichen Staus an den innereuropäischen Grenzen kommt.

Hinzu kommt das aktuelle Wetter: Schon jetzt im April ist es in Deutschland warm, in südlichen Ländern liegen die Temperaturen noch höher. In den Lastwagen staut sich die Wärme, besonders, wenn sie an Grenzen oder im Stau stehen. Es ist sogar erlaubt, Tiere bei Temperaturen bis zu 30°C zu transportieren.

Je länger die Fahrt dauert, umso schlimmer wird die Lage für die Tiere. Nach den geltenden Bestimmungen müssen Lämmer erst nach 19 Stunden abgeladen und versorgt werden. Doch selbst diese einfachsten Mindestvoraussetzungen werden von den Transportunternehmen regelmäßig missachtet, Verstöße von der Politik nicht konsequent geahndet.

 

Das sind unhaltbare Zustände! Gemeinsam mit anderen europäischen Tierschutzorganisationen setzen wir uns dafür ein, dass besonders in der aktuellen Situation Tiertransporte sofort gestoppt werden.

Bitte unterstützt uns und gebt den Tieren eine Stimme: www.tierschutzbund.de/spenden-tiertransporte

© copyright by Deutscher Tierschutzbund e.V.


7.4.20

Kükenschreddern

 

Der Deutsche Tierschutzbund schrieb auf seiner Facebookseite heute:

 

"An Ostern werden besonders viele Eier gekauft. Wir möchten nochmal daran erinnern, dass es immer noch keine flächendeckende Lösung für das millionenfache Kükentöten gibt.

Eigentlich sollte das massenhafte Töten der wirtschaftlich "wertlosen" männlichen Küken schon seit Oktober 2019 beendet sein - so steht es im Koalitionsvertrag.

 

Doch das Töten geht weiter! Immer noch leiden und sterben jeden Tag lebensfähige Küken.

Das Problem: Das BMEL (Bundesministerium für Ernährung & Landwirtschaft) und die Geflügelbranche hatten jahrelang Zeit, etwas zu ändern, blieben aber viel zu lange untätig bei der Entwicklung von Alternativen.

 

Eine kurzfristige Zwischenlösung wäre eine Geschlechtsbestimmung im Ei, um die männlichen Küken auszusortieren. Jedoch gibt es bisher keine Verfahren, bei der ein Schmerzempfinden des Embryos ausgeschlossen ist.

Langfristig muss die Landwirtschaft weg von diesen hochspezialisierten Zuchten, also wieder hin zu Hühnerrassen, die beides können: genügend Eier legen und Fleisch ansetzen. Doch auch hier tut sich nichts. Wir werden unserer zuständigen Ministerin Julia Klöckner weiter auf die Füße treten, damit dieses unnötige Tierleid endlich ein Ende hat.

 

Viele Menschen möchten nicht mehr länger hinnehmen, wie mit unseren Mitgeschöpfen in der Intensivtierhaltung umgegangen wird und entscheiden sich daher für pflanzliche Alternativen.

Das geht bei Eiern besonders gut: www.weiljedemahlzeitzaehlt.de/ei-ersatz

© copyright by Deutscher Tierschutzbund e.V.


7.4.20

Ein Artikel des TASSO-Haustierregister für die Bundesrepublik Deutschland e.V. bzgl. gekippten Fenstern: https://www.tasso.net/Service/Wissensportal/Katze/Todesfalle-Kippfenster


4.4.20

Heute ist Welttag der Streunertiere.

 

Dieser Tag wurde 2010 ins Leben gerufen, um auf das weltweit große Leid der Straßentiere aufmerksam zu machen.

Auch bei uns gibt es viel zu viele heimatlose Streunerkatzen, deren Leben von Hunger und Krankheiten geprägt ist.

 

Bitte schauen Sie nicht weg, sondern füttern Sie sie und bieten ihnen nach Möglichkeit einen Unterschlupf.

Wichtig ist, dass sie kastriert werden, damit das Elend nicht immer noch größer wird. Die Tierschutzvereine, auch wir, helfen dabei.

 

Bitte unterstützen Sie Organisationen, die Streunertieren helfen, wie z.B. der Förderverein Arche Noah Kreta e.V., mit dem wir kooperieren.

© copyright by Vier Pfoten - Stiftung für Tierschutz


27.3.20

Bitte weiterhin mit kranken und verletzten Tieren zum Tierarzt gehen!

 

Hier ein Artikel des Bundesverbandes praktizierender Tierärzte (bpt): https://www.tieraerzteverband.de/bpt/presseservice/meldungen/2020_03_27_systemrelevanz-bestaetigt.php

 

Auf der Website des bpt finden Sie weitere Informationen bzgl. Tierarztbesuchen.


24.3.20

Ein Artikel des Deutschen Tierschutzbundes; die Kampagne finden Sie hier: https://www.tierschutzbund.de/aktion/kampagnen/artenschutz/taubenschutz-kampagne/

 

Stadttauben droht wegen Coronakrise der Hungertod

 

Die Innenstädte sind im Moment zwar menschenleer, doch die Tauben sind noch da. Sie irren verwirrt umher, verzweifelt auf der Suche nach Nahrung - und nicht nur für sich. Da gerade Brutsaison ist, gibt es bereits viele Jungtiere, die von ihren Eltern gefüttert werden müssen. Doch sie finden nichts.

Auch wenn menschliche Essensreste nicht gesund und artgerecht sind, sind sie doch oft die Hauptnahrungsquelle für Stadttauben, da die meisten Städte kein wirksames Taubenmanagement mit kontrollierter Fütterung betreiben.

 

Durch die Corona-Krise sind die Tiere nun vollends auf sich allein gestellt. Da die Tiere standorttreu sind, werden sie die Innenstädte nicht verlassen und elendig verhungern. Auch die Jungtiere in den Nestern.

 

Wir fordern die Städte in der aktuellen Situation dazu auf, die Tiere nicht im Stich zu lassen und ausreichend kontrollierte Fütterungsstellen einzurichten, wo den Tauben artgerechtes Futter wie Mais, Weizenkörner, Samen und Kerne zur Verfügung gestellt wird!

 

Die Vorfahren der Stadttauben wurden einst vom Menschen gezüchtet – wir tragen also eine besondere Verantwortung für diese Tiere.

Wir wissen natürlich, dass gerade überall Ausnahmezustand herrscht, aber viele Menschen sind bereit, den Stadttauben zu helfen. Für die Versorgung der Tiere könnte die Stadt Einzelpersonen beauftragen: Mitarbeiter des Ordnungsamtes, Tierschützer oder andere freiwillige Helfer.

 

Allgemeine Fütterungsverbote, wie sie in vielen Städten gelten, sind ohne ein alternatives Futterangebot aus Tierschutzsicht generell tierschutzwidrig.

In der aktuellen Notsituation empfehlen wir, Verstöße gegen Fütterungsverbote ausnahmsweise nicht zu verfolgen, sofern artgemäßes Futter verwendet wird. Die Tiere vor dem drohenden Hungertod zu bewahren, muss jetzt oberstes Gebot sein.

© copyright by Deutscher Tierschutzbund e.V.


20.3.20

Ein Artikel des Deutschen Tierschutzbundes

 

Auch unsere Tierheime und Tierschutzvereine spüren die Auswirkungen der Corona-Krise 😞.

Sie stellen sich auf den Ernstfall ein und bereiten sich darauf vor, vermehrt Tiere von Corona-Patienten aufzunehmen.

Einige berichten von Anfragen unwissender Tierhalter, die ihre Haustiere aus Angst vor einer Ansteckung abgeben wollen, obwohl es dafür keine Hinweise gibt.

 

Für Besucher hat ein Teil die Tierheimpforten bereits geschlossen, um die Pfleger und ehrenamtlichen Helfer zu schützen und so die Versorgung der Tiere zu sichern.

Die derzeitige Lage führt dazu, dass die Tierbestände in den Tierheimen zunehmen. Die meisten vermitteln zwar weiterhin Tiere, doch dies ist jetzt oft nur noch über Einzeltermine möglich.

Es wird ein Kraftakt, die Versorgung aller Tiere in den nächsten Wochen zu stemmen, vor allem, wenn Mitarbeiter ausfallen.

 

Wir als Deutscher Tierschutzbund versuchen, unsere Tierheime und Tierschutzvereine in der aktuellen Krise, so gut es geht, zu beraten und zu unterstützen.

Wir danken unseren Vereinen und allen anderen helfenden Menschen, die jetzt die Stellung halten und sich um die Versorgung von Mensch und Tier kümmern von ganzem Herzen. Bitte bleibt gesund ❤️ .

 

Weitere Infos unter www.tierheime-helfen.de/coronavirus

© copyright by Deutscher Tierschutzbund e.V.


16.3.20

Die PETA Deutschland schrieb auf ihrer Facebookseite heute:

 

"Aufgrund der aktuellen COVID19-Lage sind auch viele Tierheime und Tierschutzvereine in großer Sorge.

Bitte helft mit, dass Hunde, Katzen, Kaninchen und die vielen anderen Tiere in deutschen Tierheimen mit Nahrung versorgt bleiben! Unterstützt Tierheime und lokale Tierschutzvereine mit Futterspenden.

Appelliert an jeden Menschen, der sich nach ausreichend Überlegung dafür entschieden hat, einen tierischen Mitbewohner aufzunehmen, diesen auch aus einem Tierheim zu adoptieren und niemals beim Züchter zu kaufen!

 

Und wir können es gar nicht glauben, dass wir das extra dazu sagen müssen: BITTE „entsorgt” eure Tiere nicht aus Angst vor Corona im Tierheim! Die Weltgesundheitsorganisation hat bisher keinen Grund zur Annahme, dass Haustiere den Virus auf Menschen übertragen können.

Auch in diesen schwierigen Zeiten ist es wichtig, dass Tierheime entlastet werden und möglichst viele Vierbeiner ein liebevolles Zuhause finden!"

© copyright by PETA Deutschland e.V.


5.2.20

Wir haben jetzt auch eine Futterspendenbox im Kaufland in Nußdorf.

 

Vielen Dank an die Firma Bommer, die uns das ermöglicht hat, sowie natürlich an alle, die unsere Futterboxen so fleißig befüllen!

 

PS.: In Markdorf (EDEKA Neukauf, EDEKA Sulger), Bermatingen (nah und gut Sulger) und Oberteuringen (EDEKA) befinden sich ebenfalls Futterspendenboxen.


Jahresrückblick 2019

Wir wünschen Ihnen für das neue Jahr alles Gute, Glück, Gesundheit und Zufriedenheit.

 

Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich bei allen, die uns das ganze Jahr über, sei es durch Geld- oder Futterspenden oder auch auf andere Art unterstützt haben, bedanken. Ohne Ihre Hilfe wäre unsere Arbeit nicht möglich!

Unser Dank gilt auch unseren Tierärzten: den Praxen Holtschmidt und Schuhmacher in Markdorf, der Praxis Bernhard-Welte in Ahausen, sowie der Praxis Ganser in Überlingen, den Anicura-Kleintierspezialisten in Ravensburg und der Praxis Futterer in Horgenzell.

Und natürlich unseren Pflegestellen, die sich stets aufopferungsvoll um ihre Tiere kümmern.

 

Wir konnten dieses Jahr 78 Katzen kastrieren lassen und für 65 Katzen ein neues Zuhause finden.

Es gab das ganze Jahr über viel zu tun.

 

Gleich zu Beginn, Anfang Februar, übernahmen wir 22 Wohnungskatzen, was für uns ohne Tierheim natürlich eine ziemliche Herausforderung darstellte.

Es waren viele schon ältere Katzen dabei; alle mussten geimpft und zum Teil tierärztlich versorgt werden. Erst vor kurzem konnten wir für die letzten zwei einen Dauerpflegeplatz finden.

 

Unsere Tierarztkosten für 2019 beliefen sich auf rund 30 000 Euro. Es waren einige größere Operationen sowie einige Zahn-OPs dabei.

Leider mussten einige Tiere eingeschläfert werden, denen wir nicht mehr helfen konnten. Am Dramatischsten war eine Katze, die in ein Mähwerk gekommen war und der drei Beine dabei abgerissen wurden. Aber es waren auch einige arme ältere Streunerkatzen dabei, die sicher schon länger im verborgenen gelitten hatten.

Es gab letztes Jahr sehr viele kranke Katzenkinder, die teilweise stationär beim Tierarzt untergebracht werden mussten.

 

Sehr positiv  hingegen verlief unser Crowdfunding-Projekt für ein neues Katzengehege in Urbanstobel. Wir hatten uns das Ziel "2 000 Euro" gesetzt und konnten das Projekt dank Ihrer großen Spendenbereitschaft mit über 4 000 Euro sehr erfolgreich abschließen. Dank des großen Arbeitseinsatzes, besonders von Reinhard Hendricks, konnten dadurch zwei neue Katzengehege in Urbanstobel entstehen.

Da wir leider zu wenig Pflegestellen haben, ist es für uns umso wichtiger, dass wir diese Möglichkeit der Unterbringung für Katzen, insbesondere für Katzenkinder und scheue Katzen haben. In den Katzengehegen sind einige Katzen mit ihren Babys, bzw. hochtragende scheue Katzen, die im Rahmen von Kastrationsaktionen eingefangen wurden, untergekommen. Momentan sind auch wieder Katzenkinder dort, die ein Zuhause suchen.

 

Auch unser jährlicher Bücherflohmarkt mit Tombola, etc. lief 2019 Jahr super: Wir konnten über 5 000 Euro einnehmen.

Zu erwähnen ist natürlich unsere Igelstation, betreut von Helga Weißkopf, die unermüdlich, oftmals Tag und Nacht im Einsatz ist. Jedes Jahr wird eine steigende Anzahl an Igeln zu ihr gebracht. Zuletzt befanden sich 90 Igel in ihrer Obhut, einige auswärts im Winterschlaf, einige bei ihr Zuhause. Die Igelstation ist übrigens momentan geschlossen!

 

Unser Wunsch für das neue Jahr wäre, dass mehr Menschen einsehen würden, wie wichtig es ist, ihre Katzen kastrieren zu lassen. Bzw. dass auch in unserem Raum eine Katzenschutzverordnung mit Kastrationspflicht erlassen wird, um das Katzenelend, das es definitiv bei uns gibt, effektiver eindämmen zu können.

Desweiteren wünschen wir uns zwei oder drei weitere Pflegestellen für unsere Katzen sowie weitere Helfer, z.B. für Tierarztfahrten.

 

Nochmals vielen Dank an unsere Mitglieder und Spender, bitte bleiben Sie uns auch 2020 treu, damit wir weiterhin den Tieren in unserer Umgebung helfen können.


31.1.20

Der Tierschutzkalender 2020 war ein voller Erfolg!

 

Danke nochmals an die Tierarztpraxen Dr. Schumacher, Dr. Holtschmidt, Blumen Zwirner, das Gartencenter Schupp und an die vielen Privatpersonen, die den Kalender gekauft haben.